Neuigkeiten über Fedora

Willkommen im inoffiziellen deutschen Portal der Linuxdistribution Fedora. Diese Seite soll als zentrale Anlaufstelle für deutschsprachige Informationen dienen. Die News werden zusammengestellt von Fedorablog.de und Fedora-Blog.de.

KeepassX 2

Fedora-Blog.de (News) - Sa, 23/04/2016 - 14:43

Es ist schon ein wenig verwirrend, was bei Fedora mit keepassx passiert ist. Zuerst wurde für Fedora 23 ein Update auf Version 2.0 veröffentlicht, das dann jedoch wiederum nach einigem Protest zurückgezogen wurde.

Aus mir nicht nachvollziehbaren Gründen wurde dazu das Epoch des Paketes auf 1 erhöht, was spätestens beim Upgrade auf eine neuere Fedora-Version dazu führt, das keepassx ein Zwangs-Downgrade auf Version 0.44 verpasst bekommt. Da die Datenbanken von keepassx 0.44 und 2.0 blöderweise nicht kompatibel sind, schaut jeder, der bereits das Upgrade auf Version 2 gemacht hat, blöd aus der Wäsche, da er nicht mehr an seine gespeicherten Passwörter herankommt, sofern er nicht noch die alte Datenbank im 0.44-Format hat.

Da ich zu diesen Leuten gehörte, die nach dem Upgrade auf Fedora 24 blöd aus der Wäsche geschaut haben, habe ich mir das keepassx Paket in der Version 2.0 geschnappt, in keepassx2 umbenannt und so konfiguriert, das es das keepassx-Paket von Fedora ersetzt. Dadurch ist auch sichergestellt, das Fedora einem auch zukünftig kein neues Zwangs-Downgrade auf 0.4x reinwürgt.

Für alle Leidensgenossen oder die, die gerne auf Version 2.x upgraden möchte, habe ich mein keepassx-Paket in einem COPR bereitgestellt.

PS: Dem keepassx-Maintainer sollte man für diese, an Dämlichkeit kaum zu überbietende, Aktion eigentlich 500 mal „Ich darf kein Zwangs-Downgrade machen, wenn sich das Format der Programmdatenbank geändert hat“ an eine Tafel schreiben lassen! Mindestens! ????

gepatchte Version von gnome-tweak-tool verfügbar

Fedora-Blog.de (News) - Do, 14/04/2016 - 21:40

Ich habe vor einiger Zeit darüber berichtet, das gnome-tweak-tool Probleme mit GTK3 Themes hat, die mehrere Versionen von GTK3 unterstützen und das einen Patch gibt, der das Problem behebt.

Damit das Problem auch in Fedora möglichst zügig behoben wird, habe ich deshalb auch den Bug 1321682 im Fedora-Bugtracker anglegt. Da es jedoch bislang keinerlei Reaktion von Seiten des Paket-Maintainers bei Fedora gibt, habe ich heute ein COPR angelegt, welches eine gepatchte Version des gnome-tweak-tool für Fedora 24 und Rawhide bereitstellt.

Sobald es von Fedora ein gepatchtes gnome-tweak-tool Paket gibt, werde ich mein COPR löschen, da es nur eine Übergangslösung für betroffene Fedora-Anwender darstellen soll!

Support für AMP

Fedora-Blog.de (News) - Do, 14/04/2016 - 19:35

Seit gestern Abend unterstützt das Blog die von Google initiierten Accelerated Mobile Pages.

Wer unsere mobile Seite über die Google-Suche aufruft, bekommt automatisch die AMP-Version der jeweiligen Seite(n) ausgeliefert. Alle anderen können die AMP-Version durch ein Anhängen von /amp/ an die URL aufrufen.

Momentan befindet sich der Support noch im Testbetrieb. Sollten keine größeren Schwierigkeiten auftreten, wird der AMP-Support ab dem 01. Mai in den Regelbetrieb über gehen. Sollte es Probleme geben, schreibt sie bitte in die Kommentare unter diesen Beitrag.

Fedora und veraltete Software

Fedora-Blog.de (News) - Mo, 04/04/2016 - 20:44

Irgendwann vor 8 oder mehr Jahren wollte man mit dem Echo Icon-Theme Fedora ein eigenes Icon-Theme spendieren, damit sich Fedora noch ein wenig mehr von anderen Distributionen abhebt. Immerhin ist das derzeitige Fedora Icon-Theme im grunde nur eine Erweiterung des Mist Icon-Themes. Wie so oft bei solch ambitionierten Projekten schlief die ganze Sache aber irgendwann ein und somit dümpelt Echo seit fast 8 Jahren ohne Update als Zombie in den Repositories herum. Das dieses Theme wohl kaum mit aktuellen Versionen von Gnome, KDE, Xfce und Co vernünftig zu nutzen ist, dürfte wohl jedem einleuchten.

Ich frage mich jedoch, ob es wirklich sein muss, das solche Zombies jahrelang in den Fedora Repositories herumdümpeln, obwohl das Upstream Projekt inzwischen tot ist. Solange sich die Pakete ohne Fehler bauen lassen hat sie vom Fedora Projekt natürlich auch niemand auf dem Radar – wahrscheinlich nicht einmal mehr die eigentlichen Maintainer. Lassen sie sich irgendwann nicht mehr bauen, fliegen sie halt nach einer gewissen aus Fedora raus und fertig.

Wie wäre es jedoch, wenn man Pakete, die z.B. seit mehr als 2 Jahren nicht mehr aktualisiert wurden und alle Pakete, die von diesen abhängig sind, in ein standardmäßig deaktiviertes Legacy-Repository verschieben würde? Die Pakete, die sich in diesem Repository befinden würden der Einfachheit halber nur noch im Ramen des Massrebuilds vor jedem neuen Fedora-Release neu gebaut werden. Schlägt der Rebuild jedoch fehl, fliegt das Paket mitsamt seinen Abhängigkeiten mangels Paket für die betreffende Fedora-Version quasi automatisch aus der Distribution.

Das würde die Haupt-Repositories von Fedora übersichtlicher halten und man müsste sich nicht mehr mit veralteten Paketen herum ärgern, die sich zwar noch problemlos bauen lassen, aber (wie beispielsweise Themes) mittlerweile einfach nicht mehr vernünftig funktionieren.

IMHO ist der Kommentar von Fedora-Blog.de.
IMHO = In My Humble Opinion (Meiner bescheidenen Meinung nach).

minibuild – mein kleines Build-Script

Fedora-Blog.de (News) - Do, 31/03/2016 - 22:18

Wie der eine oder andere vielleicht mitbekommen hat, baue ich seit einiger Zeit selber rpm-Pakete und veröffentliche diese auf COPR.

Da das Bauen der Pakete aus einigen Arbeitsschritten besteht, die sich zum Glück relativ einfach automatisieren lassen, habe ich kurz nachdem ich angefangen habe, Pakete zu bauen, mir ein kleines Shellscript geschrieben, das die notwendigen Schritte automatisiert. Inzwischen ist dieses Script knapp 550 Zeilen lang, GPL lizenziert und auf GitHub veröffentlicht.

Das Script ist mittlerweile so mächtig geworden, das es den kompletten Build-Prozess, bestehend aus

  • dem Download der Quelltexte von der Projektseite,
  • dem Erzeugen der src.rpm Pakete,
  • dem Durchführen eines lokalen Testbuilds mit mock,
  • dem anschließenden Validieren der Pakete (Binary und src.rpm) sowie des Spec-Files mittels rpmlint,
  • dem Upload des src.rpm Paketes auf einen FTP-Space sowie
  • dem Start des finalen COPR-Builds

vollständig automatisiert. Das Script ist ferner in der Lage, in begrenztem Umfang Platzhalter in der Quelltext-URL aufzulösen und die korrekte URL zu erzeugen.

Gesteuert wird das Script hauptsächlich durch 3 Konfigurationsdateien:

  • chroots.conf: Hier werden die zu verwendenden chroots eines Projektes eingetragen, sofern ein Projekt nicht für alle chroots eines COPRs gebaut werden soll.
  • coprs.conf: Hier werden den Projekten (Name des Spec-Files) die COPRs zugeordnet, sofern der Projektname nicht dem Namen des COPRs entspricht.
  • ftp.conf: Hier werden die URL des FTP-Space, der Pfad innerhalb des FTP-Space sowie die notwendigen Zugangsdaten eingetragen.

Ich würde mich freuen, wenn mein Script auch anderen Paket-Maintainern helfen kann, ihnen Arbeit beim Bauen ihrer Pakete abzunehmen. Genau so sehr freue ich mich über Verbesserungsvorschläge, Anregungen und konstruktive Kritik.

GTK-Theme per Terminal ändern

Fedora-Blog.de (News) - Di, 29/03/2016 - 08:30
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GnomelogoDas Gnome-Tweak-Tool hat momentan noch Probleme damit, wenn ein Theme mehrere Versionen von GTK3.0 unterstützt. In dem Fall wird unter Erscheinungsbild / GTK+ das Theme schlicht und einfach nicht angezeigt.

Zwar wurde der Fehler vom Gnome-Projekt vor einigen Tagen behoben, jedoch dürfte es wohl noch ein wenig dauern, bis es entsprechende Updates für die einzelnen Fedora Releases gibt. Bis dahin kann man sich mit dem gsettings Kommando behelfen und das gewünschte Theme mittels

gsettings set org.gnome.desktop.interface gtk-theme "CoolesTheme"

einstellen. Natürlich muss man CoolesTheme durch den Namen des gewünschten Themes ersetzen, damit das Ganze funktioniert ???? Unter Umständen muss man sich anschließend noch einmal Aus- und wieder Einloggen, falls einige Anwendungen das neue Theme nicht vollständig nutzen.

Prozentsatz der Akkuladung in der Gnome-Shell 3.20 aktivieren

Fedora-Blog.de (News) - Mo, 28/03/2016 - 23:10
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GnomelogoZumindest in der Gnome-Shell 3.20 benötigt man keine zusätzliche Extension mehr, um den Prozentsatz der Akkuladung in der oberen Leiste der Gnome-Shell angezeigt zu bekommen, da die Gnome-Shell die Funktion integriert hat.

Standardmäßig ist die Funktion jedoch deaktiviert. Um sie zu aktivieren genügt ein simples

gsettings set org.gnome.desktop.interface show-battery-percentage true

im Terminal und schon wird die Prozentanzeige ohne Neustart der Shell aktiviert.

Falls das ganze auch schon mit der Gnome-Shell 3.18 funktioniert, schreibt mir doch bitte einfach einen Kommentar.

LibreOffice-Support in Gnome-Documents 3.20 nachrüsten

Fedora-Blog.de (News) - So, 27/03/2016 - 20:51
Bitte beachtet auch die Anmerkungen zu den HowTos!

GnomelogoWer bereits mit Fedora 24 unterwegs ist und sich darüber ärgert, das Gnome-Documents anscheinend keine LibreOffice Dokumente mehr anzeigen kann, sei beruhigt.

Damit Gnome-Documents auch mit LibreOffice Dokumenten umgehen kann, muss das Paket libreofficekit installiert sein. Dies lässt sich ganz einfach mittels

su -c'dnf install libreofficekit'

falls sich Gnome-Documets darüber beklagen sollte, das der LibreOffice-Support angeblich nicht installiert ist.

Warum das Paket nicht zumindest eine so genannte weiche Abhängigkeit von Gnome-Documents ist, ist mir persönlich ein Rätsel …

Erste Eindrücke von Fedora 24

Fedora-Blog.de (News) - Sa, 26/03/2016 - 23:00

Ich bin jetzt seit einigen Tagen mit Fedora 24 unterwegs und von einigen Abstürzen hier und da, die aber wohl eher auf den Alpha-Status zurück zu führen sind, läuft das System bereits jetzt erstaunlich rund.

Das Upgrade auf Fedora 24 habe ich diesmal nicht wie bisher mittels dnf distro-sync, sondern mittels dnf system-upgrade gemacht. Das ganze lief wie zu erwarten extrem geschmeidig und ohne irgendwelche Probleme ab: Zuerst hat dnf die benötigten Pakete heruntergeladen und lokal zwischengespeichert. Anschließend wurde das System in den selben Modus, der auch für Offline-Updates verwendet wird, gebootet und das eigentliche Upgrade wurde durchgeführt. Nachdem alle neuen Pakete installiert waren, wurde das System neu gestartet und das war es dann.

Allerdings scheint es im Kernel 4.5 von Fedora 24 einen Bug zu geben, der dafür sorgt, das die Akku-Anzeige nicht mehr korrekt funktioniert. Würde es nach der Anzeige gehen, wäre der Akku permanent vollständig geladen, was ein absoluter Traum wäre ???? Somit muss notgedrungen wohl bis dieser Bug gefixt ist, weiter den Kernel 4.4.5 von Fedora 23 nutzen.

Auch das seit gestern verfügbare Gnome 3.20 macht, wie auch schon die letzten 3.19er Releases, einen sehr guten Eindruck. Besonders gefällt mir, das sich Mediaplayer (sofern sie MPRIS2 unterstützen) direkt aus den Benachrichtigungen heraus steuern lassen.

Ein besonderes Schmuckstück ist aber auch das neue Hintergrundbild von Fedora 24. Im Vergleich dazu wirkt das Hintergrundbild von Fedora 23 schon fast langweilig:

Fedora 24 Hintergrundbils (Gnome-Desktop)Das neue Hintergrundbild von Fedora 24

Nichts desto trotz würde ich momentan noch davon abraten, das Upgrade auf Fedora 24 zu machen, es sei denn, man weiß, was man tut und kann das System zur Not auch mal über die Konsole wieder zum Leben erwecken. Alle anderen sollten noch mindestens bis zur Beta warten. Bis dahin sollte sich der meiste Staub gelegt haben und die gröbsten Ecken und Kanten sollten beseitigt sein.

IMHO ist der Kommentar von Fedora-Blog.de.
IMHO = In My Humble Opinion (Meiner bescheidenen Meinung nach).

DNF nach C

Fedora-Blog.de (News) - Mi, 24/02/2016 - 22:53

Wie Jan Šilhan heute im Blog des DNF-Projektes berichtet, hat das Vorhaben, DNF von Python nach C zu migrieren, indem Teile des Codes in die libhif Bibliothek integriert werden, einen weiteren Meilenstein erreicht, indem die Hawkey Bibliothek in die libhif integriert wurde.

Hauptgrund für die Integration von hawkey in libhif war, das die API von hawkey bislang nicht final war und immer an die Bedürfnisse von dnf, PackageKit oder rpm-ostree angepasst wurde. Dies führte unter anderem zu Problemen, wenn dnf und PackageKit parallel genutzt wurde.

Darüber hinaus soll libhif in Zukunft grundlegende Paketmanager-Funktionen, welche bislang von dnf, PackageKit und rpm-ostree seperat implementiert wurden, bereitstellen und ferner dafür sorgen, das sich alle Paketmanager, die libhif nutzen, die selben Metadaten teilen.

Pimp my dnf: Automatisches Erneuern des Caches deaktivieren

Fedora-Blog.de (News) - Mi, 17/02/2016 - 18:46
Bitte beachtet auch die Anmerkungen zu den HowTos!

Standardmäßig aktualisiert dnf seinen Metadaten-Cache alle 3 Stunden, was jedoch manchmal dazu führt, das z.B. PackageKit neue Updates meldet, die jedoch von dnf anscheinend (noch) nicht gefunden werden, da der Metadaten-Cache kurz vor dem Eintreffen der Updates auf den Mirrors neu erstellt wurde. In so einem Fall hilft dann nur entweder 3 Stunden zu warten oder den Cache manuell mittels

su -c'dnf clean expire-cache; dnf makecache'

neu zu erstellen.

Wer lieber die automatische Erneuerung des Caches komplett deaktivieren möchte, muss dazu nur die dnf.conf mittels

su -c'nano /etc/dnf/dnf.conf'

öffnen und dort den Eintrag

metadata_timer_sync=0

einfügen.

Dies hat jedoch zur Folge, das ein

su -c'dnf update'

unter Umständen deutlich länger als vorher dauert, da dnf zuerst den veralteten Metadaten-Cache neu erstellt, bevor es nach verfügbaren Updates sucht.

Fedora 24 bekommt grafisches System-Upgrade

Fedora-Blog.de (News) - Mi, 03/02/2016 - 17:51

Laut einem Änderungsvorschlag für Fedora 24 wird GNOME Software 3.20 auch als grafische Oberfläche für System-Upgrade fungieren können. Um ein grafisches Upgrade von Fedora 23 auf Fedora 24 zu ermöglichen, wird deshalb ausnahmsweise GNOME Software in Fedora 23 auch ein Update auf 3.20 erhalten. Der Rest des GNOME Desktops wird jedoch weiterhin auf Version 3.18 belassen.

Die veröffentlichten News werden nach bestem Wissen und Gewissen zusammengetragen. Eine Garantie für die Vollständigkeit und/oder Richtigkeit wird nicht übernommen.

Tester für Firefox und GTK3 gesucht

Fedora-Blog.de (News) - Mi, 03/02/2016 - 11:14

Momentan scheint es einige Probleme mit Firefox und GTK3 zu geben. Um der Ursache auf den Grund zu gehen, bittet Martin Stransky alle testwilligen User um ihre Mithilfe.

Um sich an der Fehlersuche zu beteiligen, muss zuerst das aktuelle Update für Firefox (Fedora 22 / Fedora 23) installiert sein. In dieser Version werden Abstürze von Firefox nicht mehr an Mozilla, sondern mittels ABRT an Fedora gemeldet.

Damit die Fehlermeldung mittels ABRT funktioniert, muss anschließend noch Firefox aus der ABRT-Blacklist entfernt werden. Dazu muss die Datei /etc/abrt/abrt-action-save-package-data.conf mittels

su -c'nano /etc/abrt/abrt-action-save-package-data.conf'

bearbeitet und die Zeile

BlackList = nspluginwrapper, valgrind, strace, mono-core, firefox, bash

in

BlackList = nspluginwrapper, valgrind, strace, mono-core, bash

geändert werden.

Die veröffentlichten News werden nach bestem Wissen und Gewissen zusammengetragen. Eine Garantie für die Vollständigkeit und/oder Richtigkeit wird nicht übernommen.

Im Zweifelsfall keine x86 Medien von Fedora 24

Fedora-Blog.de (News) - Sa, 30/01/2016 - 23:19

Da die Relevanz von x86 Intel-CPUs (32bit) stetig sinkt und der damit verbundene Aufwand dadurch immer weiter steigt, hat FESCO bereits vor einiger Zeit beschlossen, das ab Fedora 24 Probleme mit den x86 Installationsmedien ein Fedora Release nicht mehr verhindern werden und man notfalls einfach auf die Erstellung der i686 Medien verzichtet.

Das klingt ganz nach einer Degradierung der x86 Intel-CPUs zu einer Secondary-Architecture auf Raten. Da die Verbreitung dieser CPUs jedoch immer weiter sinkt und man heute kaum noch neue Notebooks, Desktop-Rechner oder Server mit x86 Intel-CPUs bekommt, wäre dies jedoch nur ein konsequenter Schritt. Immerhin wäre Fedora nicht die erste Linux-Distribution, die keine x86 Installationsmedien mehr bereitstellt. Einige andere (kleine) Distributionen sind schon heute 64bit-only und verzichten komplett auf Pakete und Medien für x86 Intel-CPUs.

Die veröffentlichten News werden nach bestem Wissen und Gewissen zusammengetragen. Eine Garantie für die Vollständigkeit und/oder Richtigkeit wird nicht übernommen.

firejail: eine minimalistische Sandbox für Firefox und Co

Fedora-Blog.de (News) - Di, 26/01/2016 - 12:46

Firejail ist eine minimalistische Sandbox, die – wie der Name andeutet – ursprünglich entwickelt wurde, um den Firefox abzusichern. Inzwischen werden aber auch diverse weitere Programme wie VLC, Transmission oder Chromium unterstützt.

Um ein Programm mittels firejail in eine Sandbox zu sperren, reicht es aus, den Aufruf des Programmes mit „firejail“ zu prefixen. Im Falle von Firefox wäre der Aufruf f0lglich

firejail firefox

Einen noch bequemeren Weg, Programme mit firejail abzusichern bietet die so genannten „Symlink invocation“, die ab Version 0.9.38 verfügbar ist.

Bei dieser Technik reicht es, einen Symlink zu Firejail, welcher den Namen des abzusichernden Programmes trägt, zu erstellen. Dieser Symlink muss sich jedoch an einem Ort befinden, der sich in der PATH-Variable vor /usr/bin befindet – üblicherweise wäre das z.B. /usr/local/bin.

Um auf diesem Weg Firefox mittels firejail abzusichern müsste man den Symlink wie folgt erstellen:

su -c'ln -s /usr/bin/firejail /usr/local/bin/firefox'

Fortan wird bei jedem Aufruf von Firefox dieser automatisch mittels firejail in eine Sandbox gesperrt.

Firejail ist noch nicht in den Fedora Repositories vorhanden, kann aber mittels eines COPRs installiert werden.

Kennt Ihr auch ein interessantes Programm, das wir hier im Blog vorstellen sollten? Dann sagt uns Bescheid oder schreibt einen Gastbeitrag für uns.

Redshift: Blau- und Rotanteil im Licht zeitabhängig steuern

Fedora-Blog.de (News) - So, 17/01/2016 - 00:14

Redshift ist ein kleines Tool, das den Anteil von Rot und Blau im vom Monitor abgegeben Licht zeitabhängig steuert. Der Gedanke dahin ist, das der Rot- und Blau-Anteil im normalen Licht abhängig von der Tageszeit variiert. Darüber hinaus ist die Produktion des Hormons Melatonin, welches dafür sorgt, das wir müde werden, lichtabhängig und wird speziell vom Blau-Anteil im Licht beeinflusst.

Im Gegensatz zum normalen Licht geben Monitore und speziell LCD-Displays jedoch permanent ein leicht bläuliches Licht ab, welches die Produktion von Melatonin hemmt.

An dieser Stelle kommt dann Redshift ins Spiel, welches sich in den Fedora Repositories befindet und mittels

su -c'dnf install redshift redshift-gtk'

installiert werden kann.

Nach dem Start von Redshift reguliert dieses abhängig vom über das geoclue-Framework ermittelten Standort und der aktuellen Uhrzeit den Rot- und Blau-Anteil im vom Monitor abgegeben Licht, um ein möglichst natürliches Licht zu erzeugen und die Melatonin-Produktion nicht unnötig zu hemmen.

Kennt Ihr auch ein interessantes Programm, das wir hier im Blog vorstellen sollten? Dann sagt uns Bescheid oder schreibt einen Gastbeitrag für uns.

Wayland

Fedora-Blog.de (News) - Fr, 15/01/2016 - 20:22

GnomelogoIch habe jetzt mal ein paar Tage anstatt des X-Display-Servers dessen Nachfolger Wayland genutzt. Wieder erwarten hat Wayland soweit einen ganz ordentlichen Eindruck unter GNOME 3.18 hinterlassen.

Das einzige was mich ein wenig gestört hat, waren folgende Punkte:

  • kleinere Darstellungsfehler beim Start von Programmen (Teile des Programmfensters waren beim Programmstart für kurze Zeit schwarz).
  • Der Mauszeiger „klemmt“ immer mal wieder.
  • Waylands Font-Rendering unterscheidet sich erkennbar von dem des X-Servers.
  • Der Login-Sound wird, anders als unter X, erst abgespielt, wenn GNOME komplett geladen ist.
  • Die GNOME Shell verursacht etwas mehr Prozessorlast und lässt sich nicht via ALT+F2 und „r“ neustarten.
  • Fenster, die minimiert und dann wiederhergestellt werden, frieren beim Wiederherstellen ein und können nur durch einen Neustart der Anwendung „reanimiert“ werden (Bugreport).

Habt Ihr auch schon mal einen Blick auf Wayland geworfen und wenn ja, wo „klemmt“ es bei Euch noch?

Do, 01/01/1970 - 01:00